Information - Zimmer/Preise - Aktivitäten - Radfahrer - Kontakt - Start  
Info - Donauradwanderweg  

Hallo Radfahrer,
der nur fünf Minuten von uns gelegene
Radweg bietet mehrere Möglichkeiten
und ist ein wahres Radfahrparadies.
Allgemein Information

Rückreise nach PASSAU:

1.) AUSTROBUS

Abfahrt 10h Parkplatz Happyland

Ankunft 15h Passau

Reservierung und Bezahlung bis 20h im Hotel unbedingt erforderlich!

Preis p. Pers. und Rad EUR 35,00 Kinder bis 12 Jahre EUR 28,00

Termine:

ab 5. Mai 2005 Do, Fr, Sa, So und Pfingstmontag und nach Vereinbarung.

2.) AUSTRIA RADREISEN

Abfahrt 14h beim Campingplatz

Ankunft 19h Passau

Preis p .Pers. und Rad EUR 42,00 Kinder bis 14 Jahre EUR 31,00

Reservierung am Vortag bei der Tourismusinformation.

 
Donauradwanderweg
Abschnitte 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |

Der Donauradwanderweg hat sich im letzten
Jahrzehnt zum wichtigsten Radweg Europas
entwickelt. Grund dafür waren in erster Linie die
landschaftliche Schönheit des Donautals sowie der
kulturelle und historische Reichtum, der hier
anzutreffen ist. Natürlich auch die gut ausgebaute
Infrastruktur und das dazugehörige Service zieht die
Besucher magisch an. Dies bedeutet, hervorragend
ausgebaute beschilderte Radwege, eine Vielfalt von
Dienstleistungen, die sich an den Wünschen und
Bedürfnissen von Radreisen orientiert.

Streckenlänge

Die Länge des Donauradwanderweges mit Start in Passau und Ziel in Wien beträgt 326 Kilometer. Dabei sind Ausflüge und Umfahrungen zum Südufer nicht berücksichtigt. Das leichte Gefälle von ca. 150 Metern und der Westwind sind der Grund dafür, dass der Radwanderweg meist Flussabwärts, sprich von Westen nach Osten befahren wird. Durch diese Bedingungen fällt es weder Kindern ab 8 Jahren und noch älteren Personen schwer sich diesem wunderschönen Abenteuer zu stellen und der Donau entlang zu radeln.

Wegequalität und Verkehr
Die Radroute entlang der Donau ist sehr gut ausgebaut, praktisch überall durchlaufen asphaltierte Radwege oder verkehrsarme Straßen die Strecke. Meist sogar an beiden Ufern der Donau.

Abschnitt 1 [Passau – Schlögen]
Passau, die „Drei-Flüsse-Stadt“ wo Inn, Donau und Ilz zusammenfließen ist eine kulturell sehenswerte Stadt, wo sich verschiedene Baustile treffen.
Der die Stadt beherrschende – zunächst gotische – Dom, der sich wahrscheinlich aus der Kirche eines Römerlagers entwickelte, wurde nach dem großen Stadtbrand 1662 im Barockstil wiederaufgebaut. Er beherbergt heute die mächtigste Orgel der Welt. Sie hat 16.744 Pfeifen, von denen die größte 11,3 Meter Abb. 3: Passau, www.passau.de
und die kleinste 6 Millimeter misst.
Die Barockisierungsbemühungen im 17 Jahrhundert der Passauer Bischöfe sind auch an der Alten Bischöflichen Residenz zu erkennen, doch kommen hier die romantischen und gotischen Elemente noch deutlicher zum Vorschein. Im Gegensatz dazu ist die Neue Bischöfliche Residenz ein klassischer Barockstil.
Das Rathaus, ein spätgotischer Bau mit Front zur Donau, ist ein durch ein Gewirr von Treppen verbundenes Ensemble von sieben mittelalterlichen Häusern. Der Turm trägt die Hochwassermarken, an denen man Überschwemmungen ablesen kann. Ein Relief erinnert auch an die Wittelsbacher Prinzessin und spätere Kaiserin von Österreich „Sissi“, die hier auf ihrer Brautfahrt nach Wien das Schiff bestiegen hat. Es befinden sich noch reichlich andere sehenswerte Gebäude in Passau, in denen Museen untergebracht sind.
Nicht nur die Sehenswürdigkeiten locken Besucher in diese wunderschöne Stadt. Die Drei-Flüsse-Stadt rühmt sich, noch immer fünf Bierbrauereien zu besitzen, in den Biergärten gibt es kräftige bayrische Kost, wobei die Weißwurst sehr beliebt ist.
Wenn man die Stadt, nach reichlicher Besichtigung auf der nördlichen Route verlässt, überquert man die Donau auf der Luitpoldbrücke. Sie wurde 1869 als erster Drahtseilsteg Deutschlands zunächst nur für Fußgänger gebaut. Durch das Altern der Brücke wurde 100 Meter stromaufwärts eine neue Hängebrücke erbaut. Sie wurde 1910 eröffnet.

Nächstes historische Station ist Obernzell. Das Schloss mit seinen beiden achteckigen Wehrtürmen sticht hier sofort ins Auge. Es wurde 1426 von einem Passauer Bischof als Sommerresidenz gebaut. Danach radelt man beim Kraftwerk Jochensstein vorbei und in Niederranna bietet sich die Möglichkeit, an das Südufer zu fahren. Danach geht es weiter zum Schloss Marsbach, es liegt auf einer Anhöhe. Das Schloss war der Sitz des letzten Raubritters an der Donau, der 1520 enthauptet wurde.

Die nächste große Sehenswürdigkeit befindet sich in Engelhartszell. Hier ist das Stift besonders sehenswert. Seine Geschichte geht ungefähr 500 Jahre zurück. Heute ist es das einzige Trappistenkloster in Österreich.

[nach oben]

Abschnitt 2 [Schlögen – Aschach]
In Schlögen, dem ersten Etappeziel am Beginn der berühmten Donauschlinge, hat man die Reste des Römerkastells Joviacum freigelegt. Die Donauschlinge ist der landschaftlich schönste und geologisch interessanteste Teil der Donau. Hier durchbricht die Donau das aus Granit bestehende Urgebirge und trennt damit den bis zu 900 Meter hoch ansteigenden Abb. 4: Donauschlinge (www.danube-river.at)
Sauwald im Süden vom nördlichen Böhmerwaldmassiv. Die Donau ändert hier für eine kurze Strecke seine Laufrichtung um 180 Grad.

Danach durchquert man einige kleinere Orte, wie zum Beispiel Inzell, das ein wunderschönes denkmalgeschütztes Kirchlein aufweist. Danach geht es durch Kobling durch Heibach, bis man schließlich in Aschach landet. Hier zieren hübsche Kaufherrenhäuser das Städtchen, die mit ihrer schönsten Seite der Donau zugewandt sind. Die kräftigen Farben der stuckverzierten Häuser entsprechen der Originalbemalung in der Barockzeit.

[nach oben]

Abschnitt 3 [Aschach – Linz]
Am Nordufer durchfährt man hübsche kleine Städte. Zuerst kommt man durch Feldkirchen, weiter kann man einen Abstecher nach Persenbach machen, wo sich eine gotische Basilika befindet, die sehr sehenswert ist. Weiteres Ziel ist Ottensheim mit seinem Schloss Ottensheim, dass einst die Funktion einer Grenzbefestigung der Grenzmark Ostarrichi besaß. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz und kann daher nicht besichtigt werden. Doch auch die Altstadt in Ottensheim ist sehenswert.
Durch Puchenau und Urfahr geht es dann weiter über die Niebelungenbrücke nach Linz. Diese Brücke war von 1945 bis 1955 die Grenze zwischen der russischen und der amerikanischen Zone. Die Brücke trennte somit zwei Weltmächte.
Auch am Südufer sind entlang dieser Strecke wunderschöne Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Erwähnenswert ist das Stift Wilhering. Es besitzt die schönste Rokokokirche in Österreich. Sie ist fast schon überladen mit vielfältigem, farbenreichem Schmuck. Plastische Ornamente, Stuckdekor und figurale Darstellungen verzieren die Kirche.
Linz ist wegen der rauchenden Schlote der „Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerken“ von Vorurteilen geprägt. Doch im Stadtinneren befindet sich eine hübsche Altstadt mit zahlreichen geschichtsträchtigen Häusern, Museen und Gedenkräumen, die an Kaiser, Komponisten und andere Künstler erinnern. Zudem zieren Einkaufsstraßen, Boutiquen und verschiedene Märkte die Innenstadt.

[nach oben]

Abschnitt 4 [Linz – Mauthausen]
Auf diesem Streckenabschnitt verlässt man erstmals die Donau. Vor dem Kraftwerk Abwinden muss man in die Auen ausweichen und fährt weiter durch St. Georgen an der Gusen und Langenstein bis man schließlich in Mauthausen landet. Das „Mauthaus“, auf das der Name der Stadt zurückzuführen ist, wurde hier, am Zusammenfluss der Enns mit der Donau, von den Bürgern der nahen Stadt Enns errichtet. Sie kassierten ihren Anteil an allen Waren, die auf der Enns an die Donau gebracht und hier umladen wurden. Hauptsächlich waren das Salz, Erz und Holz. Später haben die Mauthausener ihre eigene Ressource entdeckt, Granit. Es wurde hier zu Pflastersteinen verarbeitet und nach Wien verschickt. Ein Großteil der Wiener Straßen war mit Mauthausener Granit gepflastert. Auch heute gibt es noch Granitsteinbrüche und Steinsägebetriebe. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Arbeiten in Mauthausen berüchtigt, wegen des KZ Mauthausen, dass sich etwas außerhalb der Stadt befindet. Schloss Pragstein und das Schiffmeisterhaus sind sicher die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mauthausen. Nicht zu vergessen ist jedoch der Heindlkai, mit seinen alten Bürgerhäusern, darunter vor allem das Lebzelterhaus, sowie die gotische Pfarrkirche samt Karner, ein römisches Beinhaus mit achteckigem, gotischem Aufbau.

[nach oben]

Abschnitt 5 [Mauthausen – Grein]
Nun überquert man die Grenze zum Machland. Große Vierkant- und Vierseithöfe schmücken die kleinen Dörfer. Gemütlich durch die kleinen Dörfer, wie Au an der Donau, Mitterkirchen und Mettensdorf geht es weiter nach Klam, wo sich wieder ein Spaziergang lohnt. Die Burg Clam, die sich heute noch im Besitz der Familie Clam befindet, wurde 1149 von Otto von Machland erbaut. Neben diesem prachtvollem fünfstöckigem Palast gehören ein Renaissancetor und der Arkadenhof mit dreistöckigen Laubengängen zu den baulichen Sehenswürdigkeiten von Klam. Weiter befindet sich ein Waffenmuseum und eine Porzellansammlung in der Burg. Außerdem betreibt sie eine eigene Brauerei. Die romantisch enge Klamschlucht,
in unmittelbarer Nähe von der Burg, kann in relativ kurzer Zeit durchwandert werden. Nächste Städtchen, das einst „goldene Städtchen“ ist Abb. 5: Klamschlucht Grein an der Donau. Grein führt seinen Reichtum auf drei Hindernisse zurück. Es befindet sich ein Strudel, bei diesem einige Menschen tödlich verunglückten, ein Schwall und ein Wirbel vor den Ufern Greins. Übrigens auch „Sissis“ Brautfahrt 1854 wurde von dem Strudel nicht verschont, im Greiner Strudel lief das Schiff der Kaiserbraut auf Grund, und die schöne „Sissi“ wäre um ein Haar ertrunken, heißt es. Eine Gedenktafel an der Weinmaut erinnert heute noch an das Erlebnis der Kaiserin von Österreich.
Durch diesen gefährlichen Strudel waren die Donauschiffer gezwungen in Grein zu landen, die Ware in Grein auf Wagen umzuladen oder einen Lotsen an Bord zu nehmen. Beteiligungen am Handel mit Salz, Getreide und mit Weinstecken brachten zusätzlichen Gewinn.

Sehenswert in Grein ist die heutige Greinburg, frühere Heinrichsburg. Sie gilt heute als das erste Schloss, das nicht zu Verteidigungszwecken, sondern als Wohnschloss gebaut wurde. Den berühmten Arkadenhof erhielt das Schloss allerdings erst während eines Umbaus in der Renaissance. Unvergleichlich in Österreich ist das Zellengewölbe, das bis heute vergeblich versucht wird nachzubauen. In der Burg finden im Sommer Konzerte statt und außerdem befindet sich ein Schiffahrsmuseum im Gebäude. Ein Geheimtipp ist unter anderem das Café „Blumensträußl“, das im Biedermeerstil gehalten ist, und der Speisesaal des Gasthofs „Zum Goldenen Kreuz“ prunkt mit einer Jugendstileinrichtung.

Einige sehenswerte Gebäude befinden sich auch am Südufer. Beim Überqueren der Brücke, befindet man sich in einem anderen Bundesland. Es geht vom traumhaften Oberösterreich ins wunderschöne Niederösterreich. Viele kleine Städtchen mit sehenswerten Kirchen wie Sankt Pantaleon-Erla befinden sich am Südufer. Danach geht es durch Wallsee, die ein Habsburger-Schloss zu bieten haben, in dem 1945 die russisch-amerikanische Siegesfeier stattfand, weiter nach Ardagger Markt,
wo das älteste Stift kaiserlicher Gründung in Niederösterreich liegt.

[nach oben]

Abschnitt 6 [Grein – Ybbs]
Im Strudengau, dem Donauabschnitt zwischen Grein und Ybbs, rücken die Berge so nahe an die Donau heran, dass kaum noch Platz für Bahn, Straße und Siedlungen bleibt. Es gibt daher auch nur einen Radweg auf der südlichen Donauseite, die Straße am Nordufer ist eng und stark befahren, für Radfahrer daher ungeeignet. Im Herzen des Strudengaus befindet sich die Burg Freyenstein. Hier trieben einst Raubritter ihr Unwesen, sie entwickelten das sogenannte Weinen. Alle Schiffe, die stromaufwärts unterwegs waren und Wein für die Städte und Klöster Oberösterreichs und Bayern geladen hatten, mussten hier in Freyenstein halten und den Burgherren eine kräftige Kostprobe gestatten. Weniger romantisch geht es dann weiter nach Ybbs. Um 1955 das Kraftwerk bauen zu können, musste man zuvor das Schloß Donaudorf sprengen und abbrechen. Ybbs war einmal das Zentrum des Handels und der Schiffahrt. Das zeigen heute noch die drei wichtigsten Häuser an der Donaulände: die Weinmaut, aus deren Erlös der Bau der Universität in Wien finanziert wurde, das Salzamt und der Passauer Kasten, ein Getreidespeicher – also gleich drei Zollämter in einer Reihe. Ybbs war einst ein wichtiger Warenumschlagplatz an der Donau. Hier mussten alle Schiffe anlegen, um Maut zu entrichten.

[nach oben]

Abschnitt 7 [Ybbs – Melk]
Die erste interessante Station befindet sich in Persenbeug. Das Schloss Persenbeug präsentiert sich auf einem Felsen direkt über der Donau. Es wurde 1717 errichtet und war die Sommerresidenz von Kaiser Franz I. und Geburtsort des letzten österreichischen Kaisers Karl I. Das Schloss ist heute noch im Privatbesitz der Habsburger und daher nicht zu besichtigen. Eine dunkle Geschichte gibt es leider auch über Persenbeug zu erzählen. 1945 knapp vor ende des Krieges wurden 230 ungarische Juden, die während des deutschen Rückzugs nach Mauthausen zwangsverlegt werden sollten, hier ermordet. Nur sechs Personen überlebten dieses grausame Massaker, indem sie sich tot stellten beziehungsweise von einem SS-Mann verschont wurden. Ein Gedenkstein am Ort des Geschehens in Lanhof, etwas außerhalb, soll verhindern, dass das Massaker in Vergessenheit gerät.
Flussabwärts geht es nun weiter durch die kleinen Donaugemeinden Gottsdorf, Metzling und Marbach, die als aufstrebende Verkehrsgemeinden gelten, wo man die Atmosphäre und die hervorragende Küche der Dörfer genießen kann. Unter anderem bietet der Stauraum der Donau viele Möglichkeiten zum Wassersport. Das nächste Ziel ist der Wallfahrtsort Maria Taferl. Ein „Taferlstein“ neben der Kirche deutet auf eine keltische Kultstätte hin.

Weiter geht es nach Kleinpöchlarn. Um nach Pöchlarn zu gelangen, dass sich am Südufer befindet, muss man die Fähre benutzen. Wenn man sich jedoch etwas nördlich von Pöchlarn begibt, landet man in Artstetten. Am 4. Juli 1914 waren zwei Leichenwagen auf dem Weg nach Artstetten, in diesen lagen die Leichen des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie. Das Paar war bei einem Attentat in Sarajewo getötet worden. Die Nacht der Überstellung war ziemlich gewittrig, sodass die begleitenden Offiziere Mühe hatten die Pferde zu halten. Bei einem schweren Donnerschlag setzte eines der Pferde zurück, und nur mit Mühe konnte verhindert werden, dass der Wagen samt Särge in die Donau stürzte. Dass das Paar in Artstetten beigesetzt wurde, entsprach dem Wunsch des Thronfolgers.

Durch einige kleine Städtchen geht es wieder weiter, bis man schließlich in Melk landet.

[nach oben]

Abschnitt 8 [Melk – Krems]
In diesem Abschnitt erreicht man die wunderschöne Wachau, wo sich jeder Radfahrer zwangsläufig mit hervorragendem Wein beschäftigt. Die berühmten Weinterrassen prägen die Landschaft der Wachau. Am Nordufer entlang-radelnd durchquert man Schallemmersdorf, fotografiert das wunderschöne Schloss Schonbühel, durch Grimsing und Aggsbach Markt und schließlich nach Willendorf. Dieser Ort ist durch den Fund der 11 Zentimeter großen Kalksteinfigur, der Venus von Willendorf, weltberühmt geworden. Ihr Alter wird auf 35.000 Jahre geschätzt Im Ort hat man der Venus eine stark vergrößerte Statue als Denkmal gesetzt, und zwar dort, wo man sie seinerzeit, beim Bau der Eisenbahn 1908 gefunden hat. Durch ein weiteres kleines Städtchen namens Abb. 7: Venus v. Willendorf Schwallenbach geht es dann weiter nach Spitz, dem zentralen Ort der Wachau. Spitz ist von einem wunderschönen Berg umgeben und zeichnet sich durch typische Wachauer-Häuser aus. Weiter geht es durch wunderschöne Donaustädte nach Weißenkirchen. Prägnant für Weißenkirchen ist die mächtige Kirche, die über der Stadt herausragt. Sie ist durch einen gedeckten Stiegenaufgang erreichbar und besteht aus drei nebeneinander stehenden Kapellen, die „zusammengeflickt“ wurden. Einer wunderschönes Stift ist Wahrzeichen der nächsten Stadt, Dürnstein.
Ein sehr beliebtes Ziel für Brautpaare, die hier ihre Vermählung durchführen und feiern. In der Nähe des Schlosses am Berg befindet sich eine Ruine. Wenn man diesen Berg bezwungen hat, hat man einen gigantischen Ausblick auf das Donautal. Abb. 8: Dürnstein (www.wachau.at)

Und schon landet man in der nächsten sehenswerten Stadt, Krems/Stein. Sein war als Stadt stets selbständig, ist aber bereits seit 1250 verwaltungstechnisch mit Krems verbunden. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt zählen neben den beiden Stadttoren, dem Linzer und dem Kremser Tor, vor allem die Kirchen: Die Pfarrkirche mit Gemälden des „Kremser Schmidt“, die Frauenbergkirche auf einem Felsen oberhalb der Pfarrkirche und die ehemalige Minoritenkirche, in der sich heute ein Museum befindet. Daneben gibt es noch eine Fülle von beachtlichen Häusern mit
schönem Fassadenschmuck.

Wie Stein ist auch Krems überfüllt mit Sehenswürdigkeiten. Diese Stadt ist nicht nur voller Kultur, sie ist auch voll Leben. Das Wahrzeichen von Krems ist das Steinerne Tor, der Eingang zur Altstadt. Es wurde 1480 erbaut und ist das letzte imposante Relikt der einstigen Stadtbefestigung, die letztes Jahrhundert abgerissen wurde, um einer Ausdehnung der Stadt nicht im Wege zu stehen. Viele beeindruckende Häuser, wie das Rathaus und das Göglhaus, mit spätgotischen Erkern befinden sich in der Fußgängerzone.
Natürlich befindet sich auch in dieser Stadt eine Kirche, die Dominikanerkirche. In dieser sind heute das Historische und das Weinbaumuseum untergebracht.
Das schönste Gebäude an der Südseite der Donau ist das Stift Gottweig. Auf einem Berg gelegen ist es 1083 gegründet worden. Nach einem Brand 1718 wurde es wieder aufgebaut von dem Baumeister Lukas von Hildebrandt, der in Wien das Belvedere erbaut hat.

[nach oben]

Abschnitt 9 [Krems – Tulln]
Das romantische Traismauer ist aus dem Römerkastell Augustianis hervorgegangen. Man kann heute noch die Reste dieser römischen Bautätigkeit vorweisen. Etwa das Römertor oder der sogenannte Hungerturm, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist, erinnern heute noch daran. Graf Cadaloc, der als Gründer der Stadt angesehen war, wurde in den Grenzkriegen mit den Awaren (802) getötet und ist in der Gruft unter der Pfarrkirche begraben. Im Schloss von Traismauer ist eine Außenstelle des Niederösterreichischen Landesmuseums für Frühgeschichte untergebracht, im Heimatmuseum werden aus allen Zeitabschnitten Funde gezeigt, die man in und um Traismauer aus dem Boden gegraben hat. Bei Traismauer geht die Landschaft allmählich in das fruchtbare Tullner Becken über, das heute auch ein Zentrum der Energieversorgung Ostösterreichs ist. Zeichen dafür ist das Kraftwerk Theiß, das Kohlekraftwerk Dürnrohr und das Donaukraftwerk Altenwörtz. Das Atomkraftwerk Zwentendorf hingegen, Österreichs teuerste Neubauruine, wurde nie in Betrieb genommen. Der Radwanderweg führt direkt durch dessen Gelände.

Weiteres großes Ziel ist Tulln. Seine lange Geschichte ist an allen Ecken und Enden der Stadt sichtbar. Sowohl vom ehemaligen Römerlager Comagena wie auch aus der Zeit, als Tulln die Hauptstadt des Babenbergerreiches war, sind Bauwerke erhalten geblieben. Die Pfarrkirche, die aus der Hauptstadtzeit 1040 – 1120 stammt ist schon von weitem sichtbar. In verschiedenen Baustilen zeigt sich die Kirche. Den romanischen Einfluss kann man vor allem an der Westseite an dem berühmten Aposteltor erkennen. Neben der Kirche befindet sich das wohl berühmteste Bauwerk von Tulln, der Karner. Er ist einer der schönsten, jedenfalls aber der größte Österreichs. Durch eine Renovierung im vorigen Jahrhundert ist das elfeckige Beinhaus noch sehr gut erhalten. Es steht für die einstige Bedeutung der Stadt und den Reichtum ihrer Bürger. Der letzte noch erhaltene Teil des römischen Kastells ist der Salzturm, der sich direkt an der Donau befindet. Er ist aus der Römerzeit original erhalten und diente lange Zeit als Salzlager.

[nach oben]

Abschnitt 10 [Tulln – Klosterneuburg]
Auf der letzten Etappe sticht sofort der Kraftwerksbau in Greifenstein und natürlich auch die Burg Kreuzenstein ins Auge. Die Burg wurde wie andere Festungen in den Schwedenkriegen bis auf die Grundmauern zerstört. Erst gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde sie wieder aufgebaut.
Weiter geht es nach Korneuburg, welches sich durch den Rattenfängerbrunnen auf dem Hauptplatz auszeichnet. Das Rathhaus mit seinen glasierten Dachziegeln, vor dem der Rattenfängerbrunnen steht, ist ein neugotischer Bau. Der Turm des Rathauses stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die dritte Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Augustinerkirche, in der es Bilder von Anton Maulpertsch und vom „Kremser Schmidt“ gibt.
Am Südlichen Ufer der Donau durchfährt man Greifenstein. Diese Stadt zeichnet sich aus durch ihre Burg. Heute befinden sich in diesem Gebäude ein Museum und ein Restaurant.